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Schüler helfen Schülern - Online Nachhilfe für CATS-Auszubildende

Ein Projekt in Kooperation mit dem CATS-Programm in Namibia

Die Deutsche Chirurgiestiftung möchte das Bildungswesen in Namibia in den Bereichen Naturwissenschaften und Medizin mit Hilfe von Blended-Learning Angeboten unterstützen. Das Thema E-Learning in der beruflichen Bildung ist in Namibia nur in Ansätzen vorhanden. Das Projekt „Schüler helfen Schülern“ dient dabei einer ersten Analyse zur Akzeptanz und zur Realisierbarkeit von E-Learning- bzw. Blended-Learning-Projekten. Darüber hinaus werden Beziehungen zwischen deutschen und namibianischen Schülerinnen und Schülern aufgebaut.



Das Projekt

Schülerinnen und Schüler eines Mathematik-Leistungskurses des Gymnasiums St. Christophorus erteilen namibianischen Berufsschülern des CATS Programms online Mathematik-Nachhilfe. Dabei werden Lernmodule des Berufsschulstoffes didaktisch für die E-Learning Plattform E-Med aufbereitet und mit Aufgaben ergänzt. Die namibianischen Schülerinnen und Schüler bearbeiten wöchentlich diese Lektionen mit Aufgaben auf der E-Learning-Plattform. Einmal wöchentlich wird eine Nachhilfestunde live via des Konferenzsystems Netucate durch die deutschen Schülerinnen und Schüler erteilt. Die Unterrichtssprache ist Englisch.
Zur E-Learning-Plattform: Pupils-Help-Pupils.de



Was ist Cats

Das CATS-Programm ist eine Initiative des Privatsektors zur Verbesserung der Ausbildung im Feld der Berufsausbildung (Vocational Education and Training) VET in Namibia. Die zweijährige Ausbildung im Rahmen des COMMERCIAL ADVANCEMENT TRAINING SCHEME (CATS) ist derzeit das einzige duale Ausbildungsangebot, das voll finanziert in Namibia vorhanden ist. Die praktische Ausbildung erfolgt in den einzelnen Unternehmen in verschiedenen Regionen des Landes und die theoretische Ausbildung wird von der Fachhochschule (Polytechnic) übernommen. Die Kosten dafür tragen die 21 kleinen und mittleren Unternehmen, die seit 2005 dem CATS-Programm angehören. Die Ausbildung wird von der Deutschen Außenhandelskammer (German Chamber of Commerce and Industry) anerkannt.

CATS ist eine von mehreren Initiativen zur beruflichen Bildung in Namibia, die einige Besonderheiten aufweist, die es aus Sicht der Antragsteller als unterstützungs- und förderungswürdig kennzeichnen:


  • Das CATS-Programm läuft bereits seit einigen Jahren erfolgreich und ist daher kein Pilotprojekt. Alle relevanten Daten zur Durchführung des Projekts (Anzahl BewerberInnen, Trainees und AbsolventInnen) liegen vor und belegen, dass die kontinuierlich gute Qualität des Programms.
  • Es handelt sich um ein Public-Private-Partnership-Modell, bei dem die namibische Industrie und das Polytechnikum von Namibia kooperieren, um ein duales Ausbildungsmodell anbieten zu können. Das Commitment aller Stakeholder zum CATS-Programm ist schon seit Jahren ungewöhnlich groß und die Bereitschaft zur Unterstützung hoch.
  • Die Einbindung in das nationale Bildungssystem ist u.a. durch die Einbindung des Polytechnikums gewährleistet. Die Trainees haben die Möglichkeit, falls sie nicht von ihren Firmen übernommen werden sollten oder falls sie in einigen Jahren eine Weiterqualifikation anstreben, Teile des CATS-Programms auf den Bachelor-Studiengang des Polytechnikums anrechnen zu lassen. Damit erhalten die Trainees eine Option zum Lebenslangen Lernen, die andere Programme im südlichen Afrika nicht bieten können.
  • Die Ausbildung schießt nicht nur mit einem Zertifikat des CATS-Programms und des Polytechnikums ab, sondern sie wird auch durch die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) anerkannt, die den AbsolventInnen mit einer Urkunde die Ausbildung zum Industriekaufmann/-frau bestätigt.
  • Eine hohe Anzahl an AbsolventInnen wurde bislang von den Unternehmen, die am CATS-Programm beteiligt sind übernommen.
    66% wurden von den ausbildenden Betrieben übernommen.
    26% haben in anderen Firmen ein Arbeitsverhältnis gefunden
    3% haben ein Stipendium gefunden und sind vollzeit studieren gegangen
    3% haben mit der Familie ein eigenes Unternehmen gestartet
    2% wurden arbeitslos.
    Der Anteil an weiblichen Trainees ist hoch, so dass CATS hier auch einen aktiven Beitrag zum Gender Mainstreaming im Bildungsbereich leistet. Seit 2005 wurden 177 Studenten in das Programm aufgenommen. Davon waren 94 (53%) männlich und 83 (47%) weiblich.